Ein Festival der Gleichgesinnten

Julius von Lorentz vom neuen Fördernetzwerk Jugend musiziert – Ein Interview mit dem Deutschen Musikrat:
Deutscher Musikrat: Du bist im Vorstand des neu gegründeten Fördernetzwerks Jugend musiziert. Was motiviert dich, dort mitzuarbeiten?
Julius von Lorentz: Nachdem ich bei Jugend musiziert nicht mehr als Teilnehmer dabei sein konnte, weil ich jetzt Komposition studiere, habe ich mir gedacht, es wäre schön, dem Wettbewerb weiter verbunden zu bleiben und es war mir wichtig, das, was ich in den Jahren erlebt habe, zukünftig auch anderen zu ermöglichen. Deshalb hat es sehr gut gepasst, dass Marvin Braun, Susanne Fließ und andere Koordinator:innen und Mitarbeiter:innen von Jugend musiziert die Idee hatten, ein Fördernetzwerk für Jugend musiziert ins Leben zu rufen. Und als ich dann gefragt wurde, ob ich Interesse hätte, daran mitzuarbeiten, habe ich ohne viel zu zögern ja gesagt und bin im November 2023 zur Gründung nach Bonn gefahren. Mich hat vor allem die Idee fasziniert, dass wir es schaffen möchten, diesen Begegnungscharakter von Jugend musiziert, dieses Musikfest, was es ja auch neben den Bewertungen sein soll, noch weiter zu fördern und auszubauen. Dass Angebote wie die Open Stage ermöglicht werden können, dass der Austausch zwischen den Teilnehmenden noch weiter gefördert wird, dass alle gerne über die gesamte Wettbewerbszeit dort bleiben möchten, um viele Wertungsspiele der anderen Teilnehmenden anzuhören, um in die Preisträger:innen-Konzerte zu gehen und das Feedback der Bundesjury in den Beratungsgesprächen wahrzunehmen. Gleichzeitig will das Fördernetzwerk Jugend musiziert es auch ermöglichen, dass Teilnehmende mit finanziell schwächerem Hintergrund zum Wettbewerb fahren und dort eine Unterkunft bezahlen können. Das sind die beiden wichtigsten Punkte, die mich sehr motiviert haben, im Fördernetzwerk mitzuarbeiten. Um diese Anliegen umzusetzen, sind wir jedoch auf Spenden und die Förderung durch langfristige Unterstützer:innen angewiesen und deshalb würden wir uns sehr freuen, wenn alle, denen Jugend musiziert am Herzen liegt, einen Beitrag dazu leisten könnten, dass Jugend musiziert noch mehr zu einem Musikfest der Begegnung für die Jugend wird.
Den gesamten Artikel können Sie in der neuen musikzeitung Ausgabe 10-2024 – 73. Jahrgang oder online nachlesen.